Extech IR267 Mini-IR-Thermometer 12:1 mit Typ-K-Eingang bis 600 °C: Wenn 903 kr für Oberflächen-, Kern- UND Lufttemperatur in EINEM kompakten Gehäuse reichen

Veröffentlicht am 16. Juli 2026 um 08:25 Uhr

Der Markt für IR-Thermometer teilt sich in zwei Hauptkategorien: PROFESSIONELLE Instrumente (ca. 180–1.350 €) mit hochpräziser Optik, Kalibrierzertifikat, Farbdisplay und mehreren Messtechniken; und BUDGET-Instrumente (ca. 25–135 €) mit grundlegender Funktionalität, aber ausreichender Präzision für den täglichen Gebrauch.

Das Extech IR267 gehört zur letztgenannten Kategorie – bietet jedoch MEHRERE clevere Komplettfunktionen, die es deutlich vielseitiger machen, als der Preis vermuten lässt.

Drei Temperaturmessmethoden in einem Gerät

Das IR267 kombiniert DREI verschiedene Temperaturmessungen:

1. Infrarot-Oberflächenmessung (bis 600 °C): Standardmäßige berührungslose IR-Messung mit einem D:S-Verhältnis von 12:1. Misst die OBERFLÄCHENTEMPERATUR in einem Abstand von 20–40 cm auf einem Messfleck von 2–4 cm Durchmesser.

2. Typ-K-Thermoelement-Eingang (bis 300 °C): Anschluss für externe Einstechfühler zur KERN-Temperaturmessung. Ein K-Typ-Thermoelement ist im Lieferumfang enthalten.

3. Integrierter Umgebungssensor: Misst die LUFTTEMPERATUR um das Instrument herum. Dies dient als grundlegende Temperaturreferenz für die Umgebung, in der die Messung durchgeführt wird.

Alle drei Werte werden GLEICHZEITIG auf dem Display angezeigt. Der Anwender kann Folgendes vergleichen:

  • IR (Oberflächentemperatur) vs. Typ K (Kerntemperatur): zur Überprüfung des Garzustands.
  • IR vs. Umgebung: zur Überprüfung von thermischen Abweichungen gegenüber der Umgebung.
  • Typ K vs. Umgebung: zum Erkennen von Wärmebrücken und Isolationsmängeln.

Warum ein D:S von 12:1 für viele Anwendungen ausreicht

Ein früherer Artikel über das FLIR TG54 (24:1) erläuterte den Vorteil eines HÖHEREN D:S-Verhältnisses für die Messung KLEINER Messobjekte aus sicherer Entfernung. Für viele Standardanwendungen reicht ein Verhältnis von 12:1 jedoch vollkommen aus:

Abstand12:1 Messfleck24:1 Messfleck
15 cm1,25 cm0,63 cm
30 cm2,5 cm1,25 cm
60 cm5 cm2,5 cm
1 m8,3 cm4,2 cm

Aus typischer Armlänge Entfernung (30–60 cm) erfasst ein 12:1-Gerät einen Messkreis von 2,5–5 cm. Dies reicht völlig aus für:

  • Ofenoberflächen (typischerweise > 20 cm Breite).
  • Kühlschrankregale (Breite).
  • Motorblock-Oberflächen.
  • Schaltschrankoberflächen (typische Klemmen 3–10 cm).
  • Heizkörperoberflächen.
  • Kochplattenoberflächen.

Nur für sehr kleine Ziele (einzelne Komponenten < 3 cm) ist ein höheres D:S-Verhältnis erforderlich.

Temperaturbereich bis 600 °C

Der IR-Messbereich von bis zu 600 °C deckt den GESAMTEN Bereich alltäglicher Anwendungen ab:

  • Kühlkette: -40 bis +40 °C.
  • Raumtemperatur: 15–30 °C.
  • Warmwasser: 40–90 °C.
  • Kochen und Braten: 100–260 °C.
  • Backofen: 175–260 °C.
  • Grill: 250–400 °C.
  • Pyrolyse und Lacktrocknung: 400–600 °C.

ÜBER 600 °C: Metallurgie (Glühen, Härten, Gießen). Hierfür wird ein spezielles Hochtemperatur-IR-Gerät benötigt (wie das CIR8869, behandelt auf ir-se, bis zu 1500 °C).

Der Typ-K-Thermoelement-Eingang ist auf 300 °C begrenzt – weniger als der IR-Bereich. Dies hat praktische Gründe: Die interne Elektronik und die Anschlussbuchsen des Geräts halten höheren Temperaturen nicht stand. Externe Fühler selbst können höheren Werten standhalten, der Anschluss am Gerät setzt hier jedoch das Limit.

Einstellbarer Emissionsgrad

Standardmaterialien weisen unterschiedliche Emissionsgrade auf. Das IR267 verfügt über einen einstellbaren Emissionsgrad von 0,10 bis 1,00 mit vordefinierten Material-Presets:

  • Lebensmittel (Fleisch, Käse, Gemüse): 0,95.
  • Papier, Pappe: 0,90.
  • Holz, ölbasierte Lackierungen: 0,90.
  • Beton, Ziegel: 0,93.
  • Standardmäßiger matter Kunststoff: 0,95.
  • BLANKE Metalle (Aluminium, Kupfer, Edelstahl): 0,05–0,3. ERFORDERT eine manuelle Anpassung oder den Einsatz von schwarzem Messklebeband.

Die Einstellbarkeit ist entscheidend – ohne sie würde das Gerät bei Nicht-Standard-Materialien (z. B. blanken Stahlplatten) erhebliche Messfehler aufweisen.

Programmierbarer High/Low-Alarm

Die Alarmfunktion ist besonders für die kontinuierliche Überwachung nützlich:

  • High-Alarm: Piept, wenn die Temperatur den eingestellten Schwellenwert überschreitet.
  • Low-Alarm: Piept, wenn die Temperatur den Schwellenwert unterschreitet.
  • Die Lautstärke des Alarms ist einstellbar (für ruhige Arbeitsumgebungen).

Beispielszenarien:

  • Garüberprüfung: Low-Alarm bei 71 °C. Piept, sobald die Kerntemperatur die HACCP-Anforderungen erreicht.
  • Kühlkettenüberprüfung: High-Alarm bei +8 °C. Piept, wenn der Kühlschrank diesen Grenzwert überschreitet.
  • Schaltschrankdiagnose: High-Alarm bei 60 °C. Piept, sobald eine Komponente die Betriebsgrenze übersteigt.

MAX/MIN/Mittelwert/DIF-Funktion

Während der kontinuierlichen Messung kann der Anwender Folgendes visualisieren:

  • MAX: Höchster Wert während des Messvorgangs.
  • MIN: Niedrigster Wert.
  • Mittelwert: Durchschnittlicher Wert (wichtig für Punktmessungen auf unregelmäßigen Oberflächen).
  • DIF: MAX minus MIN (zeigt die Temperaturspanne bzw. Schwankungsbreite an).

Praktische Anwendung: Scannen Sie eine Oberfläche 30–60 Sekunden lang mit dem Gerät ab. Prüfen Sie den DIF-Wert: Liegt er bei > 5 °C, deutet dies auf eine UNGLEICHMÄSSIGE Erwärmung hin (z. B. ein lokaler Hotspot). Bei < 2 °C ist die Oberfläche gleichmäßig erwärmt.

Auto-Data-Hold + Hintergrundbeleuchtung + automatische Abschaltung

Auto-Data-Hold: Sobald der Anwender den Abzug LOSLÄSST, friert der letzte Messwert auf dem Display ein. Ideal, um das Instrument aus der Messposition zu nehmen und den Wert abzulesen.

Hintergrundbeleuchtung: Schaltet sich automatisch oder auf Knopfdruck ein. Entscheidend für Messungen bei Dunkelheit, in Schaltschränken oder schwach beleuchteten Arbeitsbereichen.

Automatische Abschaltung (Auto-Power-Off): Ca. 10 Sekunden nach Loslassen des Abzugs. Spart Batteriestrom (9V-Blockbatterie).

Anwendungsbereiche

Gastronomieküchen: Das Standardwerkzeug für die HACCP-Prüfung. Überprüfung der Grill-Oberflächentemperatur (IR) + Kerntemperatur des Fleisches (K-Typ-Einstechfühler) + Lufttemperatur im Kühl-/Gefrierschrank (integrierter Sensor).

Medizinische Einrichtungen: Oberflächentemperatur, Innentemperatur und Umgebungsluft von Impfstoff-Kühlschränken.

Haushaltsküche & Grillen: Garüberprüfung, Ofen-Oberflächentemperatur, Kühlschrankdiagnose.

Kfz-Werkstätten: Motorblockoberfläche (IR) + Kühlmitteloberfläche (IR) + Umgebungsluft (integriert).

Schaltschrankdiagnose: Hotspot-Erkennung über IR + Verifizierung spezifischer Komponenten mittels Typ-K-Kontaktfühler.

HLK-Service: Oberflächentemperatur von Lüftungskanälen (IR) + Luftstromtemperatur (K-Typ-Luftfühler) + Umgebung.

Gebäudediagnostik: Wandoberflächentemperatur zur Erkennung von Wärmelecks.

Industrielle Instandhaltung: Oberflächentemperatur von Motoren, Lagern und Kabeln.

Schule & Unterricht: Demonstrationsinstrument für physikalische Versuche.

Outdoor-Aktivitäten: Grilltemperatur, BBQ-Kontrolle, Zubereitung von Camping-Mahlzeiten.

Alternativen innerhalb der Extech IR-Serie

IR267 (dieses Modell, ca. 80 €): 12:1, Typ K + Umgebungsluft. Basiswerkzeug für den alltäglichen Einsatz.

Extech 42500 (ca. 270 €): 6:1, NIST-zertifiziert. Ideal für dokumentierte Messungen.

FLIR TG54 (ca. 345 €): 24:1, NIST-zertifiziert. Für Präzisionsmessungen kleiner Ziele.

FLIR TG56 (ca. 220 €): 30:1 + Typ K, Farbdisplay. Ausgezeichneter Kompromiss.

FLIR TG167 (ab ca. 440 €): Spot-Wärmebildkamera mit 80×60-Pixel-Auflösung.

Spezifikationen

  • Modell: Extech IR267.
  • IR-Messbereich: -20 bis +600 °C.
  • IR-D:S-Verhältnis: 12:1.
  • Typ-K-Thermoelement-Messbereich: -20 bis +300 °C (externer Fühler).
  • Umgebungsluft-Sensor: -20 bis +50 °C.
  • Emissionsgrad: einstellbar von 0,10 bis 1,00.
  • Laserpointer: Klasse 2 zur präzisen Anvisierung.
  • Programmierbarer High/Low-Alarm.
  • MAX/MIN/Mittelwert/DIF-Funktion.
  • Auto-Data-Hold, Hintergrundbeleuchtung, automatische Abschaltung.
  • Batterie: 9V (im Lieferumfang enthalten).
  • Lieferung inklusive Typ-K-Drahttemperaturfühler.

Ihr Mehrwert im Überblick

Das Extech IR267 Mini-IR-Thermometer mit kombinierten Messtechniken bietet ein 12:1 D:S IR-Verhältnis bis 600 °C, einen Typ-K-Thermoelement-Eingang bis 300 °C (K-Fühler enthalten), einen integrierten Umgebungsluftsensor, einstellbaren Emissionsgrad, Laserpointer, programmierbaren High/Low-Alarm mit einstellbarer Lautstärke, MAX/MIN/Mittelwert/DIF-Funktion, Auto-Data-Hold, Hintergrundbeleuchtung und automatische Abschaltung. ca. 80 €.

Das Standardwerkzeug für Gastronomieküchen, medizinische Einrichtungen, Haushaltsküche & Grillen, Kfz-Werkstätten, Schaltschrankdiagnose, HLK-Service, Gebäudediagnostik, Industrie-Instandhaltung und viele weitere Anwendungen, bei denen Oberflächen-, Kern- und Umgebungstemperaturen GEMEINSAM ERFASST werden müssen, das Budget jedoch auf unter 100 € begrenzt ist. Der Aufpreis gegenüber reinen IR-Basisgeräten (ca. 25–55 €) rentiert sich sofort, sobald ein K-Typ-Eingang für Kernmessungen erforderlich ist – statt zweier separater Instrumente reicht das IR267 völlig aus.

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